Montag, 6. August 2012

Einfach, preiswert und professionell zur Homepage

Wenn man wie ich schon eine Weile hobbymäßig Homepages baut und betreut, macht man so manchen Trend mit. Anfangs verdiente ich mir mit HTML, am Besten direkt in Notepad eingegeben die ersten Sporen. Später machten mir dann Editoren von Phase5 bis hin zu Dreamweaver das Leben sehr viel leichter.

Dann wurden CMS Systeme wie Joomla und Wordpress so einfach in der Bedienung und leicht verfügbar, dass ich selbst kleinere Projekte damit aufsetzte. Nun habe ich etwas für mich Neues entdeckt, den "blogger.com" - Dienst von Google.

Wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei eigentlich um eine Plattform um im Internet eine Art Tagebuch zu führen ("bloggen", so wie der Text den ihr gerade lest). Man kann damit aber auch sehr einfache statische Webauftritte anlegen und pflegen und zwar mit sehr viel Komfort :
  • Einfacher HTML WYSIWYG- Editor (siehe Einstiegs-Video)
  • Diverse tolle Layout Möglichkeiten (siehe Layout-Video)
  • Zugriffsstatistiken
  • Freischaltung mehrerer Autoren
  • Integration von Facebook & Co.
  • Zuordnung zu einer bereits bestehenden Domain (siehe Hilfetext)
  • Keine Werbeeinblendungen, außer man lässt sich dafür von Goole bezahlen
Ein Haken ist dann vielleicht noch die unschöne Webadresse, über die die Homepage dann erreichbar ist. Sie lautet z.B. "HOMEPAGE-NAME.blogspot.de". Viel besser wäre natürlich "www.HOMEPAGE-NAME.de". Aber auch dies kann man ändern, in dem man sich bei einem Hoster die gewünschte Domain einkauft und diese dann über die DNS Einstellungen (CNAME und A-Record) auf die Blogspot Adresse verweisen lässt. Das ist einfacher als es sich anhört - hier gibt es eine Anleitung dazu.

So eine ".de"- Domain ist stand heute (August 2012) z.B. bei www.strato.de für 0,49 EUR und bei www.domainssaubillig.de für 0,19 EUR im Monat erhältlich. Solche Einstiegsangebote gibt es aber auch von vielen anderen Domain Hostern, die es wie Sand am Meer gibt. Achten sollte man immer darauf,  dass das Paket auch zumindest eine Email- Weiterleitung beinhaltet, was nicht bei jedem Einstiegsangebot am Markt der Fall ist.

Was man dann noch braucht sind gute Fotos und Grafiken, ohne die jede Homepage langweilig ist. Dafür gibt es mittlerweile auch Dienste, die massig gebührenfreie Bilder für die Homepage legal zur Verfügung stellen, wie z.B. www.pixelio.de. Bitte hierbei aber unbedingt die (einfachen) Nutzungsbedingungen beherzigen! Schaut euch in diesem Zusammenhang doch auch mal meinen Artikel zu kostenlosen Webmedien an.

Kleines Beispiel gefällig? Das oben dargestellte Vorgehen habe ich beim Neustart der Firmen-Homepage meines Bruders verwendet und habe für die technische Umsetzung auf Grund der Einfachheit des Blogger Dienstes weniger als eine Stunde benötigt, siehe www.kräuteerix.de. Der ganze Auftritt kostet weniger als 6 Euro pro Jahr und ist dabei auch noch, selbst für Laien sehr einfach zu pflegen.

Natürlich stößt man früher oder später an Grenzen, wenn man eine Blogging Software als Homepagebaukasten "vergewaltigt". Insbesondere wenn komplexere Navigation, also mehr als eine Menüebene gefordert ist, kommt man mit dem Blogger Dienst leider nicht weit. Dafür bietet Google dann mit "Sites" einen kompletten Homepagebaukasten an (engl. Demovideo), der jedoch auch etwas aufwendiger in der Bedienung ist. Beide Tools sind wie bei Google üblich kostenlos, selbst wenn keine Werbung eingeblendet wird.

Für blutige Anfänger mit kleinen Projekten wie z.B. Webvisitenkarten empfehle ich daher zur Zeit den Blogger Dienst, weil er sehr sehr einfach in der Bedienung ist. Wer etwas mehr an Layout und Funktionalität will, sollte sich Google Sites ansehen.


Nachtrag April 2014: TrafficFaker von Anfang an ausgrenzen
Leider fällt der folgende Sachverhalt erst auf, wenn ihr euren Blog schon Monate am Netz habt. Darum rate ich jedem, der einen neuen Blog startet, direkt auch Google Analytics zu aktivieren.
Hintergrund:
Die bei BlogSpot eingebaute Statistik ist schon recht aussagefähig und für eine grobe Besucheranalyse absolut ausreichend. Leider filtert dieses Tool so genannte "Trafficfaker" nicht aus, so dass man in seiner Blogspot- Statistik mit steigender Popularität viel zu hohe und unplausible Zugriffszahlen vorfindet. Die einzige Methode, die ich bisher gefunden habe, um solche Zugriffe auszufiltern besteht darin, das BlogSpot Statistik-Modul zu ignorieren und statt dessen Google Analystics zu verwenden. Dieses Tool ist wesentlich umfangreicher, aussagefähiger und auch kostenlos. Außerdem ist der Google Analytics-Code recht einfach in BlogSpot zu integrieren (siehe hier).

Weitere Blogartikel zum Thema blogger.com

Bildquellenangabe © :S. Hofschlaeger  / pixelio.de

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